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Bf. Ankum der ABE

Der Bahnhof Ankum ist ein kleiner Endbahnhof der ehemaligen Ankum - Bersenbrücker Eisenbahn. Diese Privatbahn im nordwesten Deutschlands war ein ganz bescheidenes kleines Verkehrsunternehmen, besaß zu seinen besten Zeiten zwei Lokomotiven, bzw. Triebwagen, zwei Personenwagen und verfügte nur über drei Stationen (Ankum, Ahausen, Bersenbrück) mit kleinsten Gleisanlagen. Diese aber haben es mir angetan, denn sie bieten sich als Vorlage zu einer kleinen Modellbahnanlage sehr gut an. Der Schwerpunkt liegt beim Güterverkehr, vor allem Viehtransporte und andere Landhandelsgüter wurden getätigt. Durch Zufall bekam ich einmal das vergriffene Buch "Die Ankum Bersenbrücker Eisenbahn" von L. Hülsmann (Verlag Uhle & Kleimann, Lübbecke) in die Hände und nach der Lektüre entstanden in der folge viele verschiedene Modellbahngleispläne. Für weitere Informationen siehe auch die Webseite von Lothar Hülsmann, von dem auch dankenswerter Weise einige Bilder auf dieser Seite stammen. Mehr zum früheren Fahrzeugpark der Ankum Bersenbrücker Eisenbahn findet sich bei www.lokomotive.de, unter dem Menüpunkt Privatbahn. Desweiteren verweise ich gerne auf einen Beitrag von L. Hülsmann im HiFo von DSO über den Bahnhof Bersenbrück mit Bildern, Bildfahrplan und Gleisplan.

Erfreulich ist, daß auch heute noch gelegentlich auf dieser Strecke Güterverkehr abgewickelt wird, gewürzt von einigen Sonderfahrten die immer mal wieder auf der Strecke stattfinden. Betreiber der Strecke ist heutzutage die VLO in Bohmte (Verkehrsgesellschaft Landkreis Osnabrück). Ferner kann man die Strecke auch schön auf Google maps bereisen, zumal ja die Anlagen weitestgehend noch intakt sind. Ich habe den Bf. Ankum in meinem Link zu Google als Startpunkt eingerichtet. Desweiteren gibt es bei DSO im HiFo eine fotographische Streckenbereisung von Dennis Mellerowitz aus dem Jahre 2010. Dort sind etliche informative Bilder der Strecke und der Gebäude zu sehen, die er ausgehend vom Bf. Ankum angefertigt hat.

Streckenkarte
Streckenkarte des Gebietes um Ankum aus den fünfziger Jahren.

Ankum Empfangsgebäude
Das Stationsgebäude in Ankum anfang der achtziger Jahre von der
Strassenseite her gesehen. Bild von L. Hülsmann.

Luftbild von 1962
Luftbild des Bahnhofsareals von Ankum aus dem Jahre 1968. Deutlich zu
sehen, daß der ehemalige Lokschuppen erhalten ist, jedoch von der neuen
überdachten Viehrampe quasi zugebaut wurde. Am rechten Bildrand die alte
Viehrampe. Foto Sammlung L. Hülsmann.

Ankum Blick nach Bersenbrück
Bahnhofsgleise um 1980 in Blickrichtung Ausfahrt, bzw. Bersenbrück. Rechts
das Ladestrassengleis. Bild Sammlung L. Hülsmann.

Ankum Blick zum Stationsgebäude
Bahnhofsanlagen in Ankum mit Blick zum Streckenende, mit Eg und dem mittig
gelegenen Lokschuppen, bzw. der Viehrampe, um 1980. Rechts das alte Eg
mit ehemaligem Bahnsteiggleis, Güterschuppen und Viehrampe. Links die
Ladestrasse. Bild Sammlung L. Hülsmann.

Ankum mit umgestalteten Gleisanlagen 2002
Neu gestaltet wurden die Gleisanlagen des Bahnhof, wobei auch eine Werkstatt
für die Lokunterhaltung neu gebaut wurde. Sonderzug mit NWB Triebwagen
in Ankum, 2002.
Bild von L. Hülsmann.

Sonderzug in Ankum 1982
Sonderfahrten erreichen den Bf. Ankum immer wieder mal. So auch 1982
mit einer V60. Kurze Züge waren hier angesagt. Bild von L. Hülsmann.

Auf ein Bild auf der Webseite der Raiffeisen in Ankum möchte ich auch noch verweisen (Siehe die Seite hier im Zusammenhang), zeigt es doch die Ladestraße mit Blick auf die Lagergebäude, gegenüber dem ehemaligen Lokschuppen bzw. dem Empfangsgebäude. Ein paar schöne Aufnahmen von der Strecke stellte mir feundlicherweise Frederick Löhning zur Verfügung (siehe unten). Gemacht wurden die Aufnahmen anlässlich einer Sonderfahrt im Herbst 2007 mit V36 412 im Raum Osnabrück, bei der man auch nach Ankum kam. Leider war das Wetter nicht immer dem Anlass angemessen. Dennoch sind es schöne Aufnahmen, die auch endlich einmal die Station Ahausen im Bild zeigen, so wie sie sich heute darstellt.

Sonderzug in Ankum 2007
V36 412 mit einem kurzen stilgerechten Zug im neuen Bf. Ankum 2007.

Sonderzug in Ankum 2007
Noch ein Bild aus Ankum. Im Hintergrund der neue Lokschuppen.

Sonderzug bei Ahausen
Fotohalt bei Ahausen mitten in der Landschaft.

Sonderzug in Ahausen
Hst. Ahausen mit dem alten Ladestraßengleis, wo der Prellbock steht war früher eine weitere Weiche ins Hauptgleis zurück.

Ahausen 2007
Das kleine nette Bahnhofsgebäude ist eher ein Stationshäuschen, passend zur kleinen Gleisanlage.


Kursbuchtabelle aus dem Sommerfahrplan 1953, damals dürften die Personenzüge noch mit dem Wismarer
Schienenbus von 1933 gefahren worden sein (die beschränkte Gepäckbeförderung [bG] weist darauf hin),
der um 1960 seinen Dienst quittierte.


Sommerfahrplan 1962, der letzte der ABE, denn zum 30.9.1962 endete der Personenverkehr hier leider. Mittlerweile wurden die Personenbeförderung mit dem neuen Gothaer Vt 101 gefahren, der von der Bremervörde- Osterholzer Eisenbahn 1959 gekauft wurde und 1962 dann an die Ahaus-Enscheder Eisenbahn abgegeben wurde. Beachtenswert auch der Wechsel in der Betriebsführung der ABE, die auch zwischenzeitlich beim Niedersächsischen Landesverwaltungsamt - Eisenbahn - Hannover lag.

Gleisplan Ankum
Gleisplan vom Bf. Ankum aus den fünfziger Jahren. Die Gleisanlagen wurden in den letzten Jahren erheblich umgestaltet und modernisiert. Es gab einen Zwischenhaltepunkt in Ahausen, mit einem zweiseitig angebundenem Ladegleis (durch Gleissperren abgesichert) und nachgelagertem 50m langem Bahnsteig. Trapetztafeln sicherten die Bahnhofseinfahrt. Alle Weichen der Stationen waren selbstredend ortsgestellte Handweichen.

Weiter geht es mit dem Bildbericht aus Ankum von Rolf Köstner aus dem Jahre 1986

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