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Bahnhof Ebermannstadt

Der Bahnhof Ebermannstadt gehört schon lange zu meinen Lieblingsbahnhöfen. Verbindet er doch auf ideale Weise Nebenbahnbetrieb und Rangierspiel in einer noch dazu wunderschönen Landschaft, der Fränkischen Schweiz. Glücklicher Weise ist der Bf. Ebermannstadt heute Stützpunkt der DFS und somit weitgehend erhalten geblieben. Die Zeit die ich jedoch nachbilden würde, wären die fünfziger Jahre, als der reguläre Betrieb zwischen Forchheim - Heiligenstadt und Beringersmühle noch auf vollen Touren lief. In dem Buch von Siegried Bufe "Lokalbahn Forchheim - Fränkische Schweiz" aus dem Bufe Verlag, welches leider schon lange vergriffen ist, kann man nachlesen und sehen welche Vielfalt es hier einst bei den Lokomotiven und Wagen gegeben hat. Lokbaureihen auf der Strecke waren u.a. 64, 73, 86, 98.10, V36, V80 ,V100, Vt70.9, Vt95, Vt98, dazu noch jede Menge Sonderfahrten anderer Baureihen und Züge.

Gleisplan Ebermannstadt

Der betriebliche Reiz von Ebermannstadt ist vor allem darin zu sehen, daß der Bahnhof als Zugbildungs und Anschlußbahnhof für die sich eine Station weiter in Gasseldorf verzweigenden Streckenäste benutzt wurde. In Ebermannstadt wurden die Anschlüße der Personenzüge abgewartet, wurden die Züge von und nach Heiligenstadt bzw. Beringersmühle gewendet, bzw. gebildet und auch die Nahgüterzüge entsprechend behandelt. Vom Gleisbild her jedoch ist der Bf. Ebermannstadt, wie man oben in der Gleisplanskizze sehen kann, eher bescheiden und als einfacher Durchgangsbahnhof angelegt. Aber der Betrieb der hier früher einmal stattfand wäre für einen Lokführer, Rangierer und gleichzeitigen Bahnhofsfahrdienstleiter eine lebhafte und ganztägige Beschäftigung. Von daher würde der Fahplan der Strecke schon ein eigenes Kapitel lohnen. Allerdings bietet der Gleisplan von Ebermannstadt dem Güterverkehr nur sehr wenig betätigungen, lediglich ein Stumpfgleis mit Freiladestraße und Rampe ist für abzustellende Güterwagen vorgesehen. Am Güterschuppen können gar nur vorübergehend Stückgüter umgeladen werden, sofern keine Zugfahrt droht. Nicht überall ist der örtliche Güterverkehr das Maß aller Dinge. Aber es gäbe genügend anderes zu tun für den Bahnhofsfahrdienstleiter oder Lokführer im Modell. Kommt man bei manchen Nebenbahnen auf die Idee zusätzliche Züge im Modellbetrieb einzubauen um den Fahrplan interessanter zu machen, so wäre dies in Ebermannstadt wohl eher unnötig, den die Personenzüge und Nahgüterzüge von und nach Forchheim, Behringersmühle und Heiligenstadt die hier kreuzen und einander abwarten, die hier rangiert werden müßen reichen auch so für den Spielspaß.

Vorschaubild Modellgleisplan
Bahnhof Ebermannstadt - dem Vorbildgleisplan entsprechend. Grafik anklicken für eine größere Darstellung

Im oberen Gleisplan habe ich den Originalgleisplan aus den fünfziger Jahren nachgestellt. Lediglich in der Länge mußte ich den Bahnhof einkürzen. Auffallend ist das der Bahnhof nur ein separates Gütergleis besitzt, rechts vom Güterschuppen gelegen. Eindeutig also das der Personenverkehr zumindest in Ebermannstadt die erste Geige gespielt hat. Die Anlagenmaße wären für HO 4,15 m in der Länge und 0,45 m in der Tiefe. verwendet wurden Weichen von Tillig und Roco bei der Planung. Ähnlich wie in meinen Gefreeser Modellbahnplänen hatte ich auch hier (wie bei den meisten anderen Anlagenplänen) das Bestreben auf geringer Fläche etwas Vorbildgemäßes zu gestalten. Als Variante habe ich im unterem Gleisplan den Bahnhof um ein Extragleis für die Kopf- und Seitenrampe erweitert. So ist ein klein wenig mehr Güterladungsverkehr in Ebermannstadt möglich. Auch die Ausfahrt links (nach Forchheim) ist etwas großzügiger geworden. Dafür ist auch etwas mehr Platz nötig. Weichenmaterial ist das gleiche wie im obigen Plan. Er wirkt aber etwas gefälliger...

Vorschaubild Modellgleisplan
Bahnhof Ebermannstadt, mit einem zusätzlichem Gleis. Grafik anklicken für eine größere Darstellung

Schließlich und als Kompettierung auch noch eine Ringförmige Zimmeranlage in HO mit dem Ebermannstädter Bahnhof als Thema. Bei diesem Gleisplan habe ich allerdings den Gleisplan des Bahnhofes abgewandelt, die Idee stammte von Stefan Carstens aus einem alten MIBA- Heft. Dieser hatte die Ladestrasse vom Rampengleis beim Güterschuppen kurzerhand an den Lokschuppen verlegt und dies mit einer Doppelweiche angebunden. So läßt sich die Länge des Bahnhofs noch verkürzen. Allerdings verlangt dies zugeständnisse an die Anlagentiefe. Nach Rechts schließt sich die Ausfahrt Richtung Gasseldorf (mit ein wenig Flußlauf) an. Links wird die Wiesentalbrücke bei der Ruine Neideck kopiert. Die Radien sind bei diesem früheren Entwurf teilweise geringer als in den vorangegangenen Plänen.

Vorschaubild Modellgleisplan
Ebermannstadt als kompletter Anlagenentwurf auf 4,15m mal 2,20m für HO. Grafik anklicken für eine
größere Darstellung. Aber Achtung: Der große Plan hat 709 Kb!

Desweiteren gibt es hier zwei Fahrpläne zum Bahnhof Ebermannstadt. Ein Bildfahrplan (siehe die verkleinerte und ausschnittsartige Abbildung unten) für den Bahnhof Ebermannstadt nach Originalunterlagen aus den füfziger Jahren und eine dazugehörige Bahnhofsfahrordnung. Die Fahrpläne beinhalten sowohl Originalzugfahrten (inclusive der Güterzüge und Leerfahrten) als auch Zugfahrten die ich hinzukomponiert habe. Beides ist als PDF Datei hinterlegt und kann unten herunter geladen werden.

    Bildfahrplan vom Bahnhof Ebermannstadt:
nach Unterlagen aus den fünfziger Jahren
113 Kb - zum Download aufs Symbol
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    Bahnhofsfahrordnung Bf. Ebermannstadt :
entsprechend dem obigem Bildfahrplan
76 Kb - zum Download aufs Symbol
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Bildfahrplan Ebermannstadt

Soweit vorerst zum Bahnhof Ebermannstadt von mir. Nun noch zum Schluß der Hínweis auf die Webseiten von Axel Tomforde. Zum einen hat er eine Webseite zum Bahnhof Ebermannstadt im Netz, die einige Fotos der Bahnhofsanlagen und der Züge beinhaltet. Zum zweiten hat er unter www.dorfbahnhof.de weitere Bahnhöfe der Strecke portraitiert. Auch interessant ist die Seite www.gleistreff.de in der die ganze Strecke von Forchheim bis Behringersmühle sowie die aufgelassene Teilstrecke nach Heiligenstadt eisenbahnarchäologisch mit aktuellen Bildern dokumentiert ist. Die DFS hat natürlich auch eine Webseite und dann gibt es noch Michels Dampfbahnseite zur DFS. Zwei sehr schöne Bildbeiträge aus dem historischen Forum von DSO möchte ich abschließend nennen. Sie illustrieren sehr schön den damaligen Plandienst der DB zwischen Ebermannstadt und Beringersmühle (1969 bzw. 1976) mit Diesellok und Wendezugeinheiten sowie auch das "drumherum" von Strecke und Bahnhöfen. Zum einen folgender Beitrag: Ebermannstadt-Behringersmühle: letzter Betriebstag vor der Stilllegung 1976. Und zum anderen dieser Beitrag: Zwischen Muggendorf und Beringersmühle 1969. Beide Beiträge sind wirklich sehr sehenswert!

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