Zu guter Letzt... Soweit also die virtuelle Reise in eine 90
jährige Vergangenheit. Sind wir damit am Ende angelangt
?
Schließlich möchte ich noch betonen, daß meine
Intention keineswegs der verherrlichung früherer Zeiten
dient. Das Leben war in der "guten alten Zeit"
sicher schwerer als heute. Harte Arbeitbedingungen, kaum
soziale Absicherung der Arbeitenden und kaum
Aufstiegsmöglichkeiten für die "unteren"
Gesellschaftsschichten waren prägend und scheinen aus
heutiger Sicht vielen Mißbildungen der deutschen
Geschichte geradezu vorschub geleistet zu haben. Nicht
zuletzt die Zeit des Nationalsozialismus wirft ein
schreckliches Licht auf die "gute alte Zeit".
Einer Zeit in der mit der Bahn Millionen von Menschen in
den Tod transportiert wurden, einer Zeit in der
bürokratisch die Vernichtung einer ganzen Rasse geplant,
skrupelos durchgeführt und gar zum einträglichen
Geschäft für die Reichsbahn wurde. Da bleibt mir dann
die Begeisterung für die Bahn zuweilen im Halse stecken
und traurigkeit stellt sich ein. Dennoch - oder trotz
alledem - es bleibt neben dem menschengemachten Unheil
genug über um sich solch alter - und heute vergangener -
Transporttechnik zu erfreuen, die ja ursprünglich den
Menschen dienen sollte und es überwiegend - bis heute -
auch tut. Und dabei - nebenbei - ein Bild zu zeichnen wie
es früher einmal zuging bei der Lokalbahn, wie Menschen
viel investierten um Anschluß an die Welt der Eisenbahn
zu erlangen und wie das Leben der Eisenbahner einmal
aussah...
Jetzt also haben Sie sich tatsächlich bis zum bitteren Ende durch meine Seiten gearbeitet und vieles über die Nebenbahn zwischen Falls und Gefrees erfahren. Vielleicht rumort es jetzt in Ihrem Kopf und Ihre Hand sucht schon den Bleistift um erste Skizzen auf das Papier zu zeichnen. Oder aber Sie lehnen sich einen Augenblick wie versunken zurück und in Ihrem Kopf läuft ein kleiner Film ab, in dem schnaufend oder brummend ein Zug durch eine bestimmte Landschaft oder in einen ganz bestimmten Bahnhof einfährt. Mag auch sein, daß Sie sich einige Bücher und Hefte herausgesucht haben, sich in alten Aufnahmen vertiefen um noch etwas mehr über die Lokalbahn zu erfahren. Möglich auch das Sie sich an den Kopf fassen und verzweifelt fragen wie es angehen kann, mit einer lausigen Kleinbahn soviel Platz im Internet vollzustopfen. Egal in welchem dieser Gemütszustände Sie sich nun befinden, ich bedanke mich jedenfalls für die Zeit die Sie sich genommen haben um meinen Ausführungen zu folgen. Dank auch nochmal an alle die mir Material zum Bockela zur Verfügung gestellt haben. Thomas Englich
Diese Seite ist Teil der Webseite www.lokalbahn-reminiszenzen.de |