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Zu guter Letzt...

Soweit also die virtuelle Reise in eine 90 jährige Vergangenheit. Sind wir damit am Ende angelangt ?
Nicht ganz. Denn ich muß gestehen, daß ich noch nie in Gefrees gewesen bin. Was ich - auch wenn keine Gleise mehr liegen - sicher noch nachholen werde, denn die Gegend dort ist sicher einen Ausflug wert, was ich von früheren Reisen her weiß. Und viel zu sehen gäbe es ja nicht nur in Gefrees. Jedoch habe ich schon jetzt das eigentümliche Gefühl mich dort recht gut auszukennen. Mal sehen ob ich mich dann nicht doch noch dort verlaufen werde...
Das meine Seiten, die ja erst seit Juni 2004 im Netz sind, es gar bis in die Lokalpresse Oberfrankens schaffen, hätte ich nun auch nicht gedacht. Und doch ist es so - und es hat mich, neben vielen anderen gutmeinenden Äußerungen von Besuchern der "Reminiszenz", doch sehr gefreut das es am Ort des Geschehens selber auch registriert wurde was da entstanden ist. Da war ich dann doch ziemlich überrascht, als ich eines Tages ein Exemplar der "Münchberg - Helmbrechtser Tageszeitung" zugeschickt bekam und unter "Lokalnachrichten" einen Artikel fand, der sich doch tatsächlich mit meiner Seite beschäftigte !

Zeitungsartikel   Zeitungsartikel aus der Münchberg - Helmbrechtser
Tageszeitung vom August 2004
Zur Verfügung gestellt von Heinz Wolfrum
Vorschaubild anklicken für ganzen Artikel

Schließlich möchte ich noch betonen, daß meine Intention keineswegs der verherrlichung früherer Zeiten dient. Das Leben war in der "guten alten Zeit" sicher schwerer als heute. Harte Arbeitbedingungen, kaum soziale Absicherung der Arbeitenden und kaum Aufstiegsmöglichkeiten für die "unteren" Gesellschaftsschichten waren prägend und scheinen aus heutiger Sicht vielen Mißbildungen der deutschen Geschichte geradezu vorschub geleistet zu haben. Nicht zuletzt die Zeit des Nationalsozialismus wirft ein schreckliches Licht auf die "gute alte Zeit". Einer Zeit in der mit der Bahn Millionen von Menschen in den Tod transportiert wurden, einer Zeit in der bürokratisch die Vernichtung einer ganzen Rasse geplant, skrupelos durchgeführt und gar zum einträglichen Geschäft für die Reichsbahn wurde. Da bleibt mir dann die Begeisterung für die Bahn zuweilen im Halse stecken und traurigkeit stellt sich ein. Dennoch - oder trotz alledem - es bleibt neben dem menschengemachten Unheil genug über um sich solch alter - und heute vergangener - Transporttechnik zu erfreuen, die ja ursprünglich den Menschen dienen sollte und es überwiegend - bis heute - auch tut. Und dabei - nebenbei - ein Bild zu zeichnen wie es früher einmal zuging bei der Lokalbahn, wie Menschen viel investierten um Anschluß an die Welt der Eisenbahn zu erlangen und wie das Leben der Eisenbahner einmal aussah...
Nichts anderes ist mein anliegen.

Prellbock   Zu guter Letzt : der Prellbock am Gleisende markiert
das Ende der Geschichte hier und der Strecke dort...

Foto von Frank Opitz
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Jetzt also haben Sie sich tatsächlich bis zum bitteren Ende durch meine Seiten gearbeitet und vieles über die Nebenbahn zwischen Falls und Gefrees erfahren. Vielleicht rumort es jetzt in Ihrem Kopf und Ihre Hand sucht schon den Bleistift um erste Skizzen auf das Papier zu zeichnen. Oder aber Sie lehnen sich einen Augenblick wie versunken zurück und in Ihrem Kopf läuft ein kleiner Film ab, in dem schnaufend oder brummend ein Zug durch eine bestimmte Landschaft oder in einen ganz bestimmten Bahnhof einfährt. Mag auch sein, daß Sie sich einige Bücher und Hefte herausgesucht haben, sich in alten Aufnahmen vertiefen um noch etwas mehr über die Lokalbahn zu erfahren. Möglich auch das Sie sich an den Kopf fassen und verzweifelt fragen wie es angehen kann, mit einer lausigen Kleinbahn soviel Platz im Internet vollzustopfen.

Egal in welchem dieser Gemütszustände Sie sich nun befinden, ich bedanke mich jedenfalls für die Zeit die Sie sich genommen haben um meinen Ausführungen zu folgen. Dank auch nochmal an alle die mir Material zum Bockela zur Verfügung gestellt haben.

Thomas Englich

Diese Seite ist Teil der Webseite www.lokalbahn-reminiszenzen.de